Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt –
Landesmuseum für Vorgeschichte



Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – Landesmuseum für Vorgeschichte - ist als Behörde der Staatskanzlei und dem Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt unterstellt. 1991 beschloss die Landesregierung die Bildung des Landesamtes, das heute in die Bereiche Bau- und Kunstdenkmalpflege, Bodendenkmalpflege sowie dem Landesmuseum für Vorgeschichte unterteilt ist.

Die archäologische Sammlung des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie – Landesmuseum für Vorgeschichte - ist eine der ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten Mitteleuropas. Ihre Anfänge reichen zurück in die Zeit der Befreiungskriege. Diese hatten zur Folge, dass die Begeisterung für vaterländische Werte auch zur verstärkten systematischen Erforschung der Vergangenheit erwuchs. Bereits 1812 erfolgte in Langendorf bei Zeitz die erste Ausgrabung, die zur Gründung des Unstrutvereines führte. Dessen Sammlung wurde 1820 mit der des 1819 gegründeten "Thüringisch-Sächsischen Vereins für Erforschung des vaterländischen Alterthums und Erhaltung seiner Denkmale" vereint. Durch Schenkung, Ankäufe und eigene Forschungen wuchs die Sammlung stetig an und wurde 1825 aus Platzgründen von Merseburg in Räume der Alten Residenz in Halle (Saale) überführt, wo sie bis zum Umzug 1912 im neu errichteten Provinzialmuseum für Vorgeschichte (gegründet 1884) aufgestellt war. Damals trennte man sich von der ebenfalls sehr umfangreichen Sammlung historischer Altertümer und beschränkte sich fortan auf die Vorgeschichte. Die Einführung der numerischen Ordnung für das Fundmaterial und seine Aufbewahrung in genormten Magazinkartons stammen ebenso aus dieser Zeit, wie die Erfassung der zum Material gehörigen Fund- und Befunddaten auf Karteikarten (Hauptkatalog). Das Fundmaterial setzt sich zusammen aus Hinterlassenschaften des vor- und frühgeschichtlichen Menschen aller Art und aus allen Zeiten: Werkzeug, Schmuck, Waffen, Nahrungsreste, Baumaterialien bis hin zu Skelettresten und Leichenbrand. Dazu kommen zahlreiche naturwissenschaftliche Proben, Vergleichsmaterial und Nachbildungen. Zum umfangreichen Sammlungsbestand von mehr als 15 Millionen Funden gehören zahlreiche Stücke weltweiten Ranges, wie beispielsweise die im Jahr 2013 in das UNESCO-Dokumentenerbe "Memory of the World" aufgenommene Himmelsscheibe von Nebra.

Des Weiteren umfasst die Sammlung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – Landesmuseum für Vorgeschichte einen umfangreichen, stetig wachsenden Münzbestand mit derzeit mehr als 24000 Exemplaren. Bei den meisten Münzen handelt es sich um Funde von archäologischen Grabungen und Prospektionen in Sachsen-Anhalt. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dadurch auf Prägungen der römischen Kaiserzeit und auf Prägungen der Mitteldeutschen Staaten, vor allem der Grafen, Herzöge und Kurfürsten im sächsischen und brandenburgischen Raum, vom Mittelalter bis hin zur Neuzeit.

Münzen sind für die historischen, wirtschaftlichen und machtpolitischen Ereignisse jener Epochen, aus denen nur wenige schriftliche Zeugnisse überliefert sind, eine wichtige Quelle und tragen so zur archäologischen Forschung bei.

Die Sammlungsbestände werden schrittweise digital erfasst. Das hier zur Verfügung gestellte Bildmaterial zeigt den jetzigen Arbeitsstand und versteht sich nicht als repräsentativer Querschnitt. Einige Werke können zudem aus urheberrechtlichen Gründen nicht im Internet eingestellt werden.


Zu den Objekten



Adresse:


Richard-Wagner-Str.9
06114 Halle
Telefon:+49 345-5247-30 / -580
E-Mail: poststelle(at)lda.stk.sachsen-anhalt.de
www.lda-lsa.de
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