1742? Bayern Karl VII., Heiliges Römisches Reich, Kaiser
Objekttyp:
Medaille
Besitzende Einrichtung:
Staatliche Münzsammlung München
Inventarnummer:
6-06469
Münzstand:
Bayern
Land / Ort:
Bayern
Münzherr / Auftraggeber / Herausgeber:
Karl VII., Heiliges Römisches Reich, Kaiser (Münzherr)
Ausgabe für:
Clemens Franz, Bayern, Herzog
Datierung:
1742?
Authentizität:
Original
Titel:
Medaille Kurfürst Karl Albrechts bzw. Kaiser Karls VII. für Clemens Franz de Paula
Münzstätte:
München
Beteiligte:
Franz Andreas Schega (Medailleur)
Vorderseite (Bild):
Geharnischtes Brustbild nach rechts, mit Mantel und dem Orden vom goldenen Vließ an breitem Ordensband, darunter Signatur. Außen Schriftkreis.
Vorderseite (Legende):
CLEMENS FRANC - BAVARIAE DUX
Rückseite (Bild):
Brustbild mit umgeschlagenem Hermelin nach links, darunter Signatur. Außen Schriftkreis.
Rückseite (Legende):
MAR ANNA DUX SOLISB - CLEM FR B D CONIUX
Erläuterungen:
Clemens Franz de Paula war, wie auch Kurfürst Maximilian III. Joseph, ein Enkel des Kurfürsten Maximilians II. Emanuel und der Neffe von Kaiser Karl VII. Allerdings war sein Vater ein nachgeborener Sohn Max Emanuels, so dass er zunächst nicht für die Thronfolge in Frage kam. Da jedoch Max III. Joseph kinderlos blieb, wären er und seine Kinder die nächsten Erben Bayerns geworden. Jedoch überlebte keines der Kinder von Clemens Franz das Kindesalter und auch er selbst starb bereits sieben Jahre vor Max III. Joseph, so dass es nie zu dieser Erbschaft kommen sollte und Bayern an die Pfälzer Linie fiel. Die vorliegende Medaille ist Clemens Franz und seiner Gattin Maria Anna aus der Pfälzer Linie der Wittelsbacher gewidmet. Wahrscheinlich wurde sie noch von Kaiser Karl VII. zur Hochzeit des Paares ausgegeben, was jedoch nicht gesichert ist.
Material:
Metalle > Silber
Technik:
geprägt
Maße:
Durchmesser: 50,0 mm Gewicht: 58,40 g Stempelstellung: 12 h
50.0
Literatur:
Standardzitierwerk: J. P. Beierlein, „Die Medaillen und Münzen des Gesammthauses Wittelsbach“. Straub, München, 1897. Seite/Nr.: 2014