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Grunddaten

MD_KENOM_LANGTITEL:
Denar (MA)?, Obol (MA)/Hälbling?, Denar (Vinkenauge)?, um 1363/1365; drittes Viertel des 14. Jh.
Markgrafschaft Brandenburg
Objekttyp:
Fundmünze
Besitzende Einrichtung:
S.E.S.A.M.-Projekt
Inventarnummer:
HPM#V6185/276#66

Historische Daten

Münzstand:
Markgrafschaft Brandenburg

Numismatische Daten

Nominal:
Denar (Vinkenauge)?
Denar (MA)?
Obol (MA)/Hälbling?
Datierung:
um 1363/1365; drittes Viertel des 14. Jh.
Authentizität:
Original
Münzstätte:
Jüterbog (nach Heineken (Fund Netzow))

Beschreibende Daten

Vorderseite (Bild):
[Markgraf frontal stehend, zwei Krummstäbe haltend
Rückseite (Bild):
Stern aus drei Eichenblättern im Wechsel mit drei Eicheln, in den Winkeln kleine Dreiblätter, im Zentrum drei Punkte; oder: Stern aus drei Eichenblättern im Wechsel mit drei Eicheln, in den Winkeln sechs kleine Dreiblätter
Erläuterungen:
"Auch hier sind nach unseren Untersuchungen (1994) die für Obole gehaltenen Münzen zumeist nur Denarprägungen (Nr. 249) auf kleineren Schrötlingen, d.h., die Münzbilder sind auf diesen unvollständig und weisen die gleichen Einzelmaße des Denars auf. In unseren Angaben zum mittleren Gewicht und Durchmesser von Nr. 249 wurden die Abmessungen der kleinen Exemplare, die für Bf. 752 gehalten worden waren, einbezogen (Ergebnisse aus den Funden von Klippmühle, Schieb und Potsdam sowie aus größeren Sammlungen), ähnlich wie die sogenannten Obole Bf. 699 zum Denartyp Nr. 246 (Bf. 666). Dagegen müssen die im Fund von Teschenbusch und in anderen Funden aus der früheren Neumark und aus dem ehemaligen Pommern festgestellten kleinen Münzen den brandenburgischen Vinkenaugen zugerechnet werden. Nr. 249 A wäre demzufolge eher eine neumärkische Prägung des Typs Nr. 249 nach pommerschem Fuß. Wir haben mehrere solche Exemplare kennengelernt, im Gewicht von 0,16-0,28 g, im Mittel 0,24 g, bei 11,3 mm Durchmesser, und unter Nr. 336 katalogisiert.# Zum Typ Nr. 249 Bisher waren die Denare dieses Typs wegen der Krummstäbe des Münzherrn für bischöfliche Prägungen gehalten worden (Bahrfeldt 1889, Funde Cösitz, Gransee usw.). Es steht jedoch nicht eindeutig fest, dass die Bischöfe von Brandenburg, Havelberg oder Lebus eigenständig Münzen, insbesondere Denare, geschlagen haben. Wir halten den Denar Nr. 249 für eine markgräfliche Prägung. Der Münzherr ist bis auf die Krummstäbe als Markgraf wie auf anderen Denaren dieser Zeit dargestellt. Im Jahre 1362 übernahm der magdeburgische Erzbischof Dietrich (von Portitz) in Abstimmung mit Kaiser Karl IV. die Verwaltung der Mark für drei Jahre, im Auftrage der schwächlichen Markgrafenbrüder. Die drei Eichenblätter auf der Rückseite weisen auf das Wappen der Herren von Bismarck hin; ein Claus von Bismarck war in der gleichen Zeit Stiftshauptmann und erzbischöflicher Finanzverwalter. Andere Bismarcks zählten zu den Pächtern der Stendaler Münze. Die Krummstäbe des Münzherrn sollen auf dem Denar vermutlich die »Vertretung« der beiden Markgrafen und die Landesverwaltung durch den Erzbischof bekannt machen; siehe auch Abschnitt 2.4.4." Vgl. Dannenberg 1997, S. 139

Technische Daten

Material:
Metalle > Silber
Technik:
geprägt
Maße:
Durchmesser: 13,35 mm
Gewicht: 0,149 g (Münze nicht komplett erhalten)
Stempelstellung: 12 h
MD_KENOM_DURCHMESSER_KODIERT:
13.35

Provenienz

Fundort aus dem Münzfundkatalog:
Netzow - Prignitz, Brandenburg
Fundkomplex:
ID - Münzfundkatalog der NK: 17317
Link zum Fundkomplex: http://hdl.handle.net/428894.vzg/5f365940-51e9-4c9b-9cca-b091b5325060
Sammlung:
Havelberg, Prignitz-Museum

Bibliographie

Literatur:
Literatur zum Typ:
E. Bahrfeldt, „Das Münzwesen der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten bis zum Anfange der Regierung der Hohenzollern“. Kühl, Berlin, 1889.
Seite/Nr.: Vgl. 751, 752
Literatur zum Typ:
H.-D. Dannenberg, „Die brandenburgischen Denare des 13. und 14. Jahrhunderts Typenkatalog, Prägezeiten, historische Zusammenhänge ; [XII. Internationaler Numismatischer Kongreß]“. Numismatische Gesellschaft, Berlin, 1997.
Seite/Nr.: Vgl. 336, 249, 249 A
Literatur zum Stück:
Zeitschrift für Numismatik, Bd. 32. Weidmann, Berlin, 1920. (H. Heineken, „Zur mittelalterlichen Münzkunde Brandenburgs 1. Der Münzfund von Netzow bei Havelberg. 2. Das Münzwesen Salzwedels im 14. Jahrhundert“

Undeutliche brandenburgische Denare. Vgl. 251, 252)
Seite/Nr.: ?

Administrative Daten

Urheber der Metadaten:
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Lizenz der Metadaten:
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 (CC BY-NC-SA 4.0)
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/
Persistente Url:
https://hdl.handle.net/428894.vzg/c9e473a9-ee19-42da-97d3-be81e0f94a62

Fotoinformationen

Fotoinformationen:
S.E.S.A.M.-ProjektNamensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 (CC BY-NC-SA 4.0)http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/LDA-Sachsen-Anhalt, O.S.C.A.R.

Production

Maße:
Durchmesser: 13,35 mm
Gewicht: 0,149 g (Münze nicht komplett erhalten)
Stempelstellung: 12 h

MD_KENOM_DURCHMESSER_KODIERT:
13.35

Persistente Url:
https://hdl.handle.net/428894.vzg/c9e473a9-ee19-42da-97d3-be81e0f94a62

Finding

Maße:
Durchmesser: 13,35 mm
Gewicht: 0,149 g (Münze nicht komplett erhalten)
Stempelstellung: 12 h

MD_KENOM_DURCHMESSER_KODIERT:
13.35

Persistente Url:
https://hdl.handle.net/428894.vzg/c9e473a9-ee19-42da-97d3-be81e0f94a62

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