Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)



Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) wurde im Jahr 1885 als städtisches Museum für Kunst und Kunstgewerbe gegründet. Es befindet sich seit 1904 in der zwischen 1484 und 1503 errichteten erzbischöflich-magdeburgischen Residenz „Moritzburg“. Obwohl das „Feste Schloß“ bereits im 30-jährigen Krieg weitgehend zerstört wurde, bestimmen seine Mauern bis heute das hallesche Stadtbild mit. Die spätmittelalterliche Anlage wurde im Barock und Historismus ergänzt. Die Collage verschiedenster Stilepochen erfuhr im Jahr 2008 eine spektakuläre Erweiterung in der Architektursprache des 21. Jahrhunderts.

Das Landeskunstmuseum verfügt über Sammlungen für Malerei, Plastik, Grafik, Fotografie, Kunsthandwerk und Design sowie das Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt mit insgesamt etwa 250.000 Kunstwerken. Zu den profilbestimmenden Beständen der bildenden Kunst gehören vor allem deutsche Gemälde, Plastiken, Grafiken und Fotografien der Klassischen Moderne. Insbesondere die Sammlung des deutschen Expressionismus begründete den überregionalen Ruf des Hauses. Sie steht auch im Mittelpunkt der ständigen Ausstellungspräsentation. Die entwicklungsgeschichtlich angelegten Sammlungen der angewandten Kunst und des Landesmünzkabinetts umfassen hauptsächlich Werke vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Den Grundstock der numismatischen Sammlung bilden neben bereits nach 1900 erfolgten Ankäufen von zeitgenössischen Medaillen vor allem die 1910 und 1923 erfolgten Stiftungen von Amtsgerichtsrat Buchholz und Kaufmann Heynemann. Im Jahr 1950 wurde aus diesen Sammlungen programmatisch das Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt begründet, dem damals auch die Pflege der einheimischen Münzschätze und die wissenschaftliche Beratung für die Museen des Landes übertragen war. Das Kabinett verfügt inzwischen über einen Bestand von etwa 120.000 Münzen, Medaillen und Geldscheinen. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die mittelalterlichen und die neuzeitlichen Prägungen der mitteldeutschen Länder, die moderne und zeitgenössische deutsche Medaillenkunst und das Papiergeld des 20. Jahrhunderts. Die Universalsammlung umfasst Objekte von der Antike bis in die Gegenwart aus allen Kontinenten und Kulturen. Besondere Bedeutung für die Numismatik und Sinologie genießen die Bestände chinesischer und ostasiatischer Münzen, die zu den größten in Deutschland gehören. Sie umfassen die Sammlungen Prof. Dr. Joachim Krüger, Howard Franklin Bowker und einzigartige Münzstempel von Otto Beh.
Die Ausstrahlung des Landesmünzkabinetts basiert außerdem auf der überregional bedeutenden Sammlung moderner und zeitgenössischer deutscher Kunstmedaillen. Das Sammlungskonzept betrachtet die Medaille als Sonderform der Reliefplastik, als Teil der Bildhauerkunst und folgt vorwiegend kunsthistorischen Gesichtspunkten. Inspiriert wurde diese Sammlung u.a. von der Bildhauerausbildung an der Burg Giebichenstein, wo seit 100 Jahren die Möglichkeiten des plastischen Reliefs anhand der Medaillenkunst gelehrt werden. Die Kontinuität in der halleschen Medaillenschule ist ein besonderes Phänomen in der modernen Medaillenkunst. Die Sammlung baut auf die reizvollen Belege der Renaissance-, Barock-, klassizistischen- und historistischen Medaillenkunst auf.

Die Sammlungsbestände des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) werden schrittweise digital erfasst. Das hier zur Verfügung gestellte Bildmaterial zeigt den jetzigen Arbeitsstand und versteht sich nicht als repräsentativer Querschnitt. Wichtige Werke können zudem aus urheberrechtlichen Gründen nicht im Internet eingestellt werden.


Zu den Objekten


Adresse:


Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)

Telefon +49 (0)345 212 59-68
Fax +49 (0)345 20 29 990

info@kulturstiftung-st.de
www.kunstmuseum-moritzburg.de
version: intranda viewer-3.1-20170407-4fc1d75